Kreative Routine: Wie Selbstwirksamkeit Dein Leben verändert

von

Du willst mehr kreativ arbeiten, findest aber nicht die Zeit dazu? Oder Du hast große Träume, arbeitest jedoch ständig nur an den Zielen der anderen? Wenn Du diese Gefühle kennst, bist Du in bester Gesellschaft! Viele Menschen haben heute große Mühe und Not, bei all den täglichen Anforderungen noch Zeit für sich zu finden. Doch es gibt einen Weg raus aus dieser Fremdbestimmtheit hin zu mehr Selbstverwirklichung.

Selbstwirksamkeit – warum sie so wichtig ist

Hast Du schon mal ein Kind gefragt, was es später mal werden möchte? Wie häufig hast Du Feuerwehrmann, Bauarbeiter oder Filmstar gehört? Die stehen in meiner Statistik ganz oben. Und wie oft war die Antwort Investmentbanker, Steuerfachangestellter oder SEO-Spezialist? Eher weniger, oder?

Der Grund dafür liegt nicht darin, dass diese Jobs weniger attraktiv sind, sondern daran, dass wir Menschen nahezu instinktiv sehen wollen, dass unsere Taten eine Wirkung haben. Und die ist bei den oberen Jobs sehr viel offensichtlicher als bei den unteren. Die Kinder können mit eigenen Augen sehen, was sie mit ihrer täglichen Arbeit bewegen würden.

Ich hab früher davon geträumt, Baggerfahrer zu sein. Vor unserem Haus wurde damals die Straße saniert. Die Baustelle bestand gefühlt ein ganzes Jahr lang und ich konnte täglich live verfolgen, was man mit einem Bagger so alles anrichten kann. Abends bin ich darauf herumgeklettert und habe ihn mir näher angeschaut. Mit ein paar Hebeln konnte ein Mensch alleine so viel in Bewegung setzen. Das hat mich nachhaltig fasziniert.

Dieser tolle Moment, die Früchte der eigenen Arbeit zu sehen und zu erfahren, das kommt bei vielen modernen Jobs zu kurz und fehlt immer mehr Menschen in ihrem Leben. An der Stelle kommt Kreativität ins Spiel. Sie ist der Helfer für Selbstwirksamkeit schlechthin. Hier wirst du selbst schöpferisches tätig, Du gestaltest und bringst Dinge zum Vorschein, die es zuvor noch nicht gab. In meinen Augen ist das einer der größten Gründen dafür, dass das Interesse an kreativer Weiterbildung aktuell explosionsartig ansteigt.

Ohnmächtig von 9 bis 17 Uhr – wie der Hamster in seinem Rad

Auf meinen Seminaren fragen mich Teilnehmer häufig: Youri, wie kann ich mehr Zeit finden für die Dinge, die mir wirklich wichtig sind? Sie möchten mehr Kreativität in ihr Leben bringen und ihre persönlichen Ziele erreichen. Doch der Alltag holt sie immer wieder ein.

Sie strampeln wie ein Hamster im Rädchen, kommen jedoch nicht hinterher – ganz zu schweigen davon, dass sie ihren eigenen Zielen näher kommen. Daraus entsteht ein Gefühl der Ohnmacht. Dauert das an, beginnen viele zu resignieren und die Hoffnung aufzugeben. Sie fühlen sich wie Opfer der Umstände.

Hinzu kommen oft noch Ängste, ganz den Anschluss zu verlieren, sich zu blamieren oder ausgegrenzt zu werden. Diese Gefühle drängen sie immer tiefer in die Opferrolle hinein. Es kommt zum Teufelskreis und oft bleibt nur noch genug Kraft, um den Zeigefinger zu heben und auf jene zu zeigen, die anscheinend Schuld an der Lage sind. 

Glaub mir, ich weiß wovon ich rede – ich war einmal König der Opfer! Doch dann hab ich einen Blick auf die andere Seite geworfen und fand das Leben dort hübscher. Un dich verrate Dir ein Geheimnis: Der Weg weg vom Opfer hin zum kreativen Schöpfer ist ein Kinderspiel!

Schluss mit der Opferrolle – Selbstwirksamkeit lernen

An manchen Tag fühle ich mich wie ein Ping-Pong-Ball, den andere hin und her schubsen. Hier ein Anruf, da eine Bitte. Kannst Du schnell was schreiben? Alles möglichst sofort mit der Extra-Portion Liebe und Sorgfalt. Das ist mein Job. Doch am Ende solcher Tage steht dieses Gefühl: Ich hab mal wieder nichts erreicht und bin meinen eigenen Zielen keinen Schritt näher gekommen.

Auf Dauer kann das sehr frustrierend und kräftezehrend sein. Ein monotoner Job oder ständig die gleichen Probleme, ohne dass sich etwas ändert – all das macht das Ping-Pong-Spiel noch intensiver.

Die Lösung: Wenn Du nicht länger Opfer sein willst, solltest Du selber aktiv ins Handeln kommen. Denn in dem Moment, wo etwas antreibst, reißt Du Dich sofort los aus dem Opfer-Dasein. Du bist dann nicht länger Spielball von Spielball von anderen. Du bist dann selbst wirksam, für Dich – Du spürst, was Selbstwirksamkeit bedeutet.

Die gute Nachricht: Du kannst mit ein paar klugen Kniffen aus den Spiel aussteigen. Dazu brauchst Du nichts weiter als einen Kalender.

Selbstwirksamkeit jeden Tag – Zeit, die nur Dir gehört

Hast Du Deinen Kalender zur Hand? Gut. Geh mental durch deine Woche und überleg Dir, ab wann andere etwas von Dir wollen. Hast Du Kinder, die um halb 7 aufstehen und Deine Unterstützung brauchen? Musst Du selbst um 8 Uhr bei der Arbeit sein? Wir wollen herausfinden, ab wann andere täglich über Deine Zeit zu verfügen. Oder lass es uns positiver ohne meine Sehnsucht nach Unabhängigkeit formulieren: Ab wann stellst Du Deine Zeit in den Dienst anderer Menschen?

Wir spielen das nicht herunter, denn wir alle wollen doch produktive Mitglieder unserer Gesellschaft sein und Wert für andere stiften. Hast Du noch dazu einen Job, der Dein Leben mit Sinn erfüllt, ist das das größte Geschenk schlechthin.

Wertstiftung für andere und Sinnstiftung für Dich in einem Job – das ist die absolute Formel für ein erfülltes Leben!

Leider arbeiten viele von uns immer noch in erster Linie für das Dach überm Kopf und das Futter im Bauch. Freude, Spaß und Sinn finden nur teilweise statt und verlagern sich eher in die Freizeit.

Das wollen wir nicht länger dem Zufall überlassen! Daher bitte ich Dich nun, zu Beginn eine Stunde in Deinem Tagesablauf zu suchen, wo Dich garantiert keiner stört. Ob am Abend, mitten am Tag oder früh am Morgen. Ich stehe zum Beispiel gerne um 05:30 Uhr auf. Zu der Zeit ist noch keiner meiner Kunden wach. Keiner ruft an, das E-Mail-Programm lasse ich noch zu. Die ersten beiden Stunden des Tages gehören nur mir. Ich verbringe sie mit den Dingen, die mir wichtig sind.

Dieser Blogartikel ist zum Beispiel vor Sonnenaufgang entstanden. Neben mir liegt eine riesige ToDo-Liste, doch die ist erst ab 8 Uhr dran. Wenn ich gerade nicht an einem Buch schreibe, fülle ich die Zeit mit Meditation, mit Lektüre, Weiterbildung oder Song-Kompositionen. Neulich habe ich sogar mit dem Zeichnen begonnen. Das wollte ich schon immer mal ausprobieren, fand dazu jedoch nie die Zeit. All das steht nun morgens mit Prio 1 auf meiner Agenda. Dazu lade ich auch Dich ein. Diese Zeit gehört nur Dir. Sie fühlt sich wunderbar an und hat eine richtig krasse Wirkung, die den ganzen Tag anhält!

Die Magie der kleinen Schritte – selbstwirksam und produktiv

Ja, die ersten Tage verlangen etwas Einsatz, um morgens aus dem Bett zu kommen. Doch Dein Körper gewöhnt sich schnell daran. Schon nach wenigen Tagen wirst Du süchtig nach Deinen persönlichen und produktiven Stunden. Du stehst auf und weißt: Geil, jetzt kann ich nur das tun, worauf ich wirklich Bock habe! Und nun sag nicht: ausschlafen. Denn erinnere Dich, es geht darum, aktiv zu sein und kein hohler Spielball!

Wenn Du zu müde sein solltest, dann geh einfach früher schlafen. Nach meiner Erfahrung passiert abends nach 21 Uhr sowieso nichts Sinnvolles mehr – es sei denn, Du legst Deine Zeit für Dich in diesen Bereich. Ich bevorzuge den Morgen, weil mein Kopf dann noch unbelastet vom Tag ist und ich einfach mehr Energie habe. Am besten probierst Du aus, was für Dich am besten klappt. Vielleicht arbeitest Du ja in Teilzeit und kannst sogar mittags Dein Smartphone eine Stunde in den Flugmodus versetzen.

Der Sinn dieser ganzen Übung: Du tust jeden Tag etwas für Dich und Deine persönlichen Ziele. Jeden Tag ein kleines Stück. Das ist die Magie der kleinen Schritte, die auf Dauer spielend leicht riesige Sprünge ergeben. Außerdem hast Du mehr Energie im Alltag, weil Du mit dem guten Gefühl raus in die Welt gehst, heute schon etwas für Dich getan zu haben. Das stärkt Dich und damit bist Du auch eine wertvollere Hilfe für andere. Du kommst in Deine Balance und bist beruhigter, weil Du nicht mehr um die Zeit für Dich kämpfen musst. Außerdem lernst Du ganz nebenbei, leichter und optimistischer mit Blockaden und Rückschlägen umzugehen. Du weißt: Wenn es heute nicht so gut klappt, nicht so schlimm! Morgen um die gleiche Zeit sitze ich ja wieder hier und starte einen neuen Anlauf. Was ich heute nicht schaffe, das gelingt mir morgen besser! 

Mit der Zeit wirst Du so zum Schöpfer und Gestalter. Du nimmst Dir jeden Tag Zeit für Deine wichtigsten Dinge und nimmst das Steuer für Dein Leben in die eigenen Hände. Jeden Tag spürst Du: Ich habe eine Wirkung.

Sport – der Bonus-Tipp für die volle Dröhnung Selbstwirksamkeit

Wenn Du Selbstwirksamkeit richtig stark erleben willst, kannst Du das neben Deinen persönlichen Stunden auch noch an anderer Stelle: beim Sport! Auf Deinen Körper hast Du vollen Einfluss. Nur Du bist für ihn verantwortlich. Du willst einen sexy Popo, einen flachen Bauch oder starke Arme? Dann werde aktiv und leg los.

Kaum eine andere Tätigkeit gibt Dir so ein starkes Gefühl der Selbstwirksamkeit wie das Arbeiten am eigenen Körper. Investierst Du mehrmals pro Woche etwas Zeit und Energie, erkennst Du schon nach einigen Monaten, welche große Wirkung Deine kleinen Taten haben. Diese Ergebnisse motivieren Dich wiederum, weiter am Ball zu bleiben. Du bist jetzt nicht mehr in dem Teufelskreis eines Opfers, sondern in der ständigen Aufwärtsspirale eines Schöpfers!

Fazit: die positiven Nebeneffekte Deines Schöpfer-Daseins

Wenn Du jeden Morgen etwas tust, was für Dich und Dein Glück wichtig ist, dann hast Du den Tag schon gewonnen. Egal, was sonst noch passiert – Du bist Deinen Zielen ein Stück näher gekommen. Das motiviert Dich und bringt Dir auf Dauer auch eine ordentliche Portion Selbstbewusstsein.

Ich bin überzeugt: Wenn jeder Mensch diese Zeit in sich investieren würde, wären wir alle wesentlich zufriedener, ausgeglichener und auch großzügiger im Umgang miteinander.

Teil Deine Gedanken mit mir =)

Bitte rechnen Sie 6 plus 6.

Hier kannst Du die Datenschutzerklärung lesen.