Mehr Selbstvertrauen: Woher es kommt und wie Du es steigerst

Menschen mit großem Selbstvertrauen erreichen leichter ihre Ziele im Leben. Dabei wirken sie mutig und entschlossen. Doch wie kommt es, dass manche Menschen unerschrocken neue Wege beschreiten, während andere zögern, zaudern und zuletzt doch aufgeben? Erfahre, welcher Schlüssel dahintersteckt und wie Du Dein Selbstvertrauen gezielt steigerst.

Diesen Beitrag gibt's übrigens auch als Podcast – Folge 21.

Jedes Vertrauen hat seinen Ursprung – auch Dein Selbstvertrauen

Erinnere Dich bitte jetzt an einen Menschen, dem Du voll und ganz vertraust. Am besten nimmst Du gleich die erste Person, die Dir in den Sinn kommt. Zu viel Nachdenken verkopft es nur – immerhin geht es hier ums Gefühl! Nun frag Dich: Warum vertraust Du diesem Menschen? Was hat er oder sie getan, was habt ihr gemeinsam erlebt, wodurch sich dieses große Vertrauen entwickelt hat? War sie oder er für Dich da? Hat die Person Dich in schwierigen Zeiten gestützt und geschützt? Sammle alles, was Dir spontan in Gedanken kommt

Gratulation! Diese kleine gedankliche Reise hat Dir nicht nur die wunderbare Beziehung zu einem wichtigen Menschen in Erinnerung gerufen, sondern birgt auch den Schlüssel zu Deinem persönlichen Selbstvertrauen. Denn worauf es wirklich ankommt, sind Erfahrungen. Positive Erlebnisse, auf denen das Vertrauen aufbaut. Denn genauso, wie es mit dem Vertrauen zu anderen Menschen ist, so funktioniert es auch mit Dir selbst. Je mehr starke Erfahrungen Du mit Dir selbst hast, desto leichter fällt es Dir auch, in Dich zu vertrauen, wenn es drauf ankommt. Das Problem: Leider scheuen heute viele Menschen die Erfahrungen. Sie suchen einen Weg daran vorbei und hoffen, sie könnten Selbstvertrauen einfach so mit dem Kopf ausbrüten. Das ist leider nicht nachhaltig. Stattdessen würde es schon reichen, einfach mal genauer hinzuschauen.

Erkenne, was da ist und entdecke Dein Selbstvertrauen

Du setzt Dich 10 Minuten hin, machst ein bisschen Hokus Pokus im Kopf und sofort geht Dein Selbstvertrauen durch die Decke. Klingt verlockend, oder? In manchen Fällen ist das wirklich möglich – nämlich immer dann, wenn in Dir die Erfahrungen längst schon schlummern, Dein Kopf jedoch vom Können noch nicht ganz überzeugt ist. Dann überwiegen Zweifel und Unsicherheiten. Denn das, was wir nicht können, machen wir oft innerlich besonders groß, statt auf das zu schauen, was wir gut können.

Nehmen wir an, Du möchtest einen Vortrag vor 500 Menschen halten, doch Dir fehlt noch das Vertrauen in Deine eigenen Fähigkeiten. Vielleicht denkst Du, Du kannst das nicht, weil Du noch nie vor so vielen Menschen gesprochen hast. Tauchen wir jetzt jedoch tiefer in Deinen Erfahrungsschatz ein, dann stellen wir vielleicht fest, dass Du jeden Samstagabend ein grandioser Entertainer bist. Du kannst wunderbar Geschichten erzählen und die Menschen kleben an Deinen Lippen, wenn Du redest. Im Grunde wäre ein Auftritt für Dich ein Kinderspiel, denn Du brauchst für die große Bühne nur das zu skalieren, was Du auf der kleinen Bühne im Alltag längst schon beherrschst. Die Fähigkeiten sind also längst schon in Dir vorhanden.

Ressourcen für Dein Selbstvertrauen: wichtige Erfahrungen stecken längst in Dir

Je tiefer Du in diese Erfahrungen eintauchst und spürst, was schon alles in Dir veranlagt ist, desto größer wird auch Dein Selbstvertrauen in der jeweiligen Situation. Du ahnst es: Ja, es geht mal wieder ums Bewusstwerden. Führe Dir innerlich vor Augen, was Du erlebt hast und erkenne genau das an! Lenke Deine Aufmerksamkeit jetzt bewusst auf all die Erfahrungen, die Dir für Deine nächste Herausforderung dienlich sein können und mache Dir bewusst, welche tollen Ressourcen Du in diese neue Situation mitbringst. Mit Ressourcen meine ich all Deine Fähigkeiten, Deine Erfahrungen und Dein Stärken. Du bist wie ein mutiger Pionier, der seine Tasche mit allerhand Equipment packt, das er auf seiner Reise gebrauchen kann. Mit all den nützlichen Tools im Gepäck bist Du bestens gerüstet für alles, was da noch kommen mag.

Über so ein Equipment verfügt jeder – auch Du. Allerdings entsteht mangelndes Selbstvertrauen häufig dadurch, dass Du Deine eigenen Erfolge und Deine eigene Größe nicht anerkennst. Mach Dir Dein Können also bewusst und führe Dir vor Augen, was Du schon alles erreicht hast. Und wenn da noch was fehlt, dann ist jetzt der richtige Moment, um neue Erfahrungen zu schaffen und anschließend in Dein Repertoire aufzunehmen!

Selbstvertrauen und die viel beschworenen Komfortzone

Wenn Du spürst, dass Dir in einem bestimmten Bereich noch Erfahrungen fehlen, dann schaffe welche! Der Pionier steckt längst in Dir. Begib Dich also ab und an auf Neuland und tue Dinge, die für Dich zur neuen Ressource werden können. Das ist der Schritt, bei denen viele sagen: „Verlasse Deine Komfortzone“. Ich mag diesen Spruch nicht. Er klingt für mich wie eine Plattitüde. Super, ich verlasse meine Komfortzone. Und jetzt?

Nein, als bloßes Motto will ich das nicht so stehen lassen. Logisch, mit neuen Erfahrungen begibst Du Dich auch auf ein Gebiet, das Du noch nicht kennst. Das bringt Dich jedoch nur dann weiter, wenn Du genau weißt, wo Du hinwillst. Schaffe daher neue Erfahrungen in den Bereichen, wo Dein Herz sagt: Ja, das ist die richtige Richtung! Da lohnt sich auch ein kleiner Moment mit ein paar Anstrengungen. Jetzt ist Zeit für neue Referenzen.

Schaffe Referenzerlebnisse und steigere Dein Selbstvertrauen

Du weißt, Lernen und Begreifen führt immer auch über das Erleben. Diesen Beitrag zu lesen, wird Deinen Kopf heute für einige Stunden bereichern und die Basis dafür legen, dass Du Dein Selbstvertrauen steigerst. Doch die Wirkung ist erst dann richtig nachhaltig, wenn Du die Empfehlungen hier auch umsetzt. Denn wir lernen erst nachhaltig, wenn sich das Wissen im Kopf auch mit den Erfahrungen im Bauch und den Emotionen im Herzen verbindet. Alles andere ist Larifari. Es geht zum einen Ohr rein, zum anderen wieder raus und hinterlässt dabei das Gefühl in Dir, Du hättest irgendwas hinzugelernt. Doch in Wirklichkeit hast Du nur Fastfood-Wissen konsumiert, das genau wie ein billiger Burger einen schnellen Weg durch Dein Verdauungssystem findet und nichts Wertvolles zurücklässt.

Darum ist es für neue Erfahrungen wichtig, auch mal einen ersten Schritt in die Ungewissheit zu gehen, damit sich neue Wege bilden können. Wir wollen gemeinsam erreichen, dass Du neue Referenzen hast, auf die Du Dich beziehen kannst, wenn Du in Zukunft vor einer Herausforderung stehst. Deine aktuelle Referenz erkennst Du, wenn Du beobachtest, wohin Deine Gedanken in einer herausfordernden Situation abschweifen. Siehst Du negative Bilder? Horrorszenarien? Erinnerst Du Dich an ähnliche Erfahrungen?

Ein neues Referenzerlebnis zu schaffen, da bedeutet, dass Du eine Erfahrung machst, die so kraftvoll ist, dass sie Dir in Zukunft in einer bestimmten Situation als erstes ins Bewusstsein kommt – sie wird zur Referenz. Das bewahrt Dich auch vor dem Vergleich mit anderen, denn Deine Referenzerlebnisse wirken tief und nachhaltig. Sie festigen Dich von innen heraus, wohingegen Vergleiche mit anderen sich nur in Deinem Kopf abspielen. Hast Du starke Bezugspunkte, verleihen die Dir auch dann soliden Stand, wenn der Gegenwind mal fester bläst.

Für unser Beispiel mit dem Vortrag bedeutet das: Du packst einmal Deinen Mut zusammen, erinnerst Dich an alle Stärken und Fähigkeiten und lässt Dich davon auf die Bühne tragen, wo Du eine tolle Show ablieferst. Dein ganzes Wesen speichert nun diese neue Erfahrung ab. Beim nächsten Vortrag steht Dir dieses Referenzerlebnis zur Verfügung und Du weißt intuitiv: Ja klar, das habe ich schon mal geschafft und kann das auch wieder – dieses Mal geht da bestimmt sogar noch mehr. Dein Selbstvertrauen steigt und Du wirst immer sicherer. Pure Magie!

Referenzerlebnisse sind die Muskeln Deines Selbstvertrauens

Spürst Du, wie einfach die Mechanik hinter dem Selbstvertrauen ist? Genauso, wie Erfahrungen mit anderen Menschen dafür sorgen, dass Du ihnen vertraust, so sorgen auch Erfahrungen mit Dir selbst dafür, dass Du Dir vertraust. Schaffe Referenzerlebnisse und Dein ganzes Wesen spürt mir der Zeit immer mehr, was Du alles auf dem Kasten hast. Die wichtigsten Erkenntnisse kommen nicht von außen, sondern von innen – wenn Du mit jeder Faser verstanden hat, was Du alles kannst.

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