Selbstbewusstsein stärken: Was heißt das und wie geht das?

Charismatische Ausstrahlung, souveränes Auftreten und auch in anspruchsvollen Situationen cool bleiben – wir wünschen uns doch alle, selbstbewusster durch den Alltag zu gehen. Und das muss kein Wunsch bleiben! Sobald Du verstanden hast, wie Du Dein Selbstbewusstsein stärkst, macht das nicht nur Spaß, sondern es hält auch lang an.

Diesen Beitrag gibt's übrigens auch als Podcast – Folge 19.

Starkes Selbstbewusstsein – was bedeutet das überhaupt?

Ich gestehe es Dir: Mein Selbstbewusstsein war jahrelang auf einem krassen Tiefpunkt. Ich hatte Selbstzweifel, habe mich selbst kleingeredet und hatte Angst vor jeder Art von Veränderung oder Herausforderung. „Ich kann das nicht … ich bin zu schwach … ich bin nicht gut genug“ – diese Sätze betete ich innerlich nur so vor mich hin. Klar, im Internet gab es massig Videos, die Selbstbewusstsein im Titel hatten. Doch nach dem Anschauen war ich nicht klüger als vorher – meistens sogar noch viel verwirrter.

Im Laufe der letzten Jahre hab ich mit vielen Mentoren und großen Denkern über das Thema gesprochen, und endlich kam ich an den Kern der Sache. Selbstbewusstsein bedeutet, Dir bewusst vor Augen zu führen, wer Du bist und was alles in Dir steckt. Gute Nachrichten für Dich: Mit jedem Beitrag, den Du in diesem Blog liest, erforschst Du genau diese Punkte und sorgst gleichzeitig dafür, das gewonnene Bewusstsein wach zu halten. Heute schärfen wir den Fokus für ein paar Zeilen und schnüren ein Carepaket für Dich, dass Dein Selbstbewusstsein nachhaltig bereichert. Die volle Essenz steckt in den nächsten Zeilen.

Baukasten für ein starkes Selbstbewusstsein – diese Punkte machen Dich aus

Die folgenden Punkte sind eine ideale Vorlage für Dich, um Deine Persönlichkeit in all ihren Facetten zu betrachten und Dir bewusst zu machen, was alles in Dir steckt. Bei so einem Rundumschlag ist die Flughöhe naturgemäß etwas höher. Daher empfehle ich Dir, jeden Punkt einzeln zu lesen und einige Minuten an Dir nachwirken zu lassen. Denn erst dann fängt das Bewusstwerden an. Hier sind sie – die 6 Bausteine Deines Selbstbewusstseins:

  1. Dein Kern – Wer Du heute bist und wer Du sein willst.
  2. Dein Potenzial – Was in Dir steckt und zu wem Du werden kannst.
  3. Deine Limitierung – Was Du sein willst und doch nicht bist.
  4. Deine gewählte Grenze – Was Du nicht sein willst und auch nicht bist.
  5. Deine Schwäche – Was Du nicht sein willst und fürchtest, werden zu können.
  6. Dein Schatten – Was Du nicht sein willst, aber dennoch bist.

Na, wie war das für Dich? Wenn Du diese Worte jetzt schnell überflogen hast, dann lade ich Dich ein, sie Dir auf einen Notizzettel zu schreiben und in einem ruhigen Moment durchzugehen. Mach Dir dieses Geschenk! Du wirst Dich danach wie neugeboren fühlen.

Ich erinnere mich noch sehr gut daran, dass die zweite Hälfte für mich eine krasse harte Nuss war! Ich hatte Gänsehaut am ganzen Körper, musste mehrfach schlucken und mir innerlich einen Schubser geben und den Mut aufbringen, meinen Gedanken und Gefühlen dorthin zu folgen, wo sie mich hinführen wollten. Doch das war es wert! Diese Magie hinter der zweiten Hälfte ist so kraftvoll, dass sie einen eigenen Absatz verdient.

Gesundes Selbstbewusstsein – stehe zu Deiner Größe!

Vielleicht warst Du eben überrascht, als es plötzlich um Schwächen und Limitierungen ging. Du willst doch eigentlich stärker, souveräner und eine Spur optimistischer werden – wieso tauchen dann so negative Themen auf? Ganz einfach: Weil sie genau der blinde Fleck sind, wo die meisten nicht hinblicken. Auch wenn Du die Augen davor verschließt, sind sie trotzdem da. Nur führen sie dann im Verborgenen ihr Eigenleben und kommen genau dann an die Oberfläche, wenn Du sie am wenigstens gebrauchen kannst – mit unangenehmen Folgen.

Das sind dann die Momente, wo etwas an Dir nagt. Du kommst aus dem Konzept, verlierst Deinen Mut und beginnst, schlecht über Dich selbst zu denken. Solche Eruptionen aus Deiner Innenwelt kannst Du vermeiden, indem Du mit einem liebevollen Auge hinschaust und Dir sagst: Ja, das bin auch ich! Das gehört auch zu mir. Natürlich habe ich Schwächen und natürlich habe ich auch Schatten, wie jeder Mensch. Und sie haben alle dazu beigetragen, dass ich auch die Stärken und Potenziale entwickeln konnte, die ich heute habe.

Wenn Du Dich diesen Themen aktiv widmest, bis Du damit im Reinen bist, dann können Dich Stimmen von außen nicht mehr aus dem Konzept bringen. Du wirst sehr viel standfester, denn Du bist Dir all Deiner Facetten bewusst. Und das Wichtigste überhaupt: Du weißt, Du bist jede einzelne dieser Facette. Alles ist mit allem in Dir verbunden.

Du bist nie nur ein Fehler, eine Schwäche oder ein Makel. Du bist all das und noch so viel mehr!

Spürst Du die Kraft, die in diesen Worten liegt? Lies sie ruhig noch einige Male, bis jede Faser in Deinem Körper das verstanden hat! Damit diese Zeilen in Zukunft voll in Deinem Leben ungestört wirken können, schauen wir uns als nächstes den größten Feind Deines Selbstbewusstseins an.

Der Vergleich mit anderen – wann er schadet und wann er Dein Selbstbewusstsein stärkt

Die größte Gefahr für Dein Selbstbewusstsein liegt im ständigen Vergleich mit anderen. Und der schleicht sich heute überall ein – ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht. Wir vergleichen uns fast automatisch, doch die Frage ist: Wollen wir wirklich so sein wie die anderen? Kennen wir auch ihre Schatten? Wissen wir, welche Opfer sie bringen mussten  und welche Limitierungen ihr Leben prägen?

Wenn wir uns mit anderen Vergleichen, dann picken wir uns gerne die Cookies aus der Eiscreme und vergessen den ganzen Rest, der den Topf überhaupt zusammenhält. Die meisten Social-Media-Konstrukte haben mit der Realität nichts zu tun. Manche Menschen mit viel Geld betäuben sich mit Drogen, weil ihnen der Sinn fehlt. Und gewiss gibt es auch Influencer mit großer Reichweite, die sich abends in den Schlaf weinen, weil sie als echte Privatmenschen einsam sind und echte Verbindungen vermissen.

Auch die Werbung malt uns unrealistische Bilder vor und sät Zweifel an dem, was Du für gut und richtig hältst. Sie will neue Bedürfnisse in Dir wecken und Dich zu ihrem Vorteil auf Wege führen, die vielleicht nicht Deine sind. Dann entstehen Fragen wie: Bin ich gut genug? Brauche ich dies und das noch? Gib also acht, welche Vergleiche Du zulässt und wähle bewusst die aus, die Dich weiterbringen.

Natürlich bringt unsere moderne Welt auch viele Vorteile. Alles, was uns lähmt und schadet, kann uns genauso gut inspirieren und ermutigen. Wichtig ist, dass Du für Dich spürst, was in Dir vorgeht. Rufe Dir dazu die 6 Punkte von oben regelmäßig in Erinnerung und verteidige das, was gut und richtig in Dir ist immer wieder gegen die Suggestionen von außen.

2 Vergleichsobjekte, die Dein Selbstbewusstsein stärken

Vergleichen darfst Du Dich trotzdem noch – doch am besten dann, wenn Du Dir das selbst und bewusst aussuchst. Es gibt nur zwei Menschen, mit denen Du Dich vergleichen solltest:

Nummer 1 ist ein von Dir ausgesuchtes Vorbild. Wähle selbst für Dich, in welche Richtung Du Dich entwickeln willst. Ob Du den Kampfgeist von Muhammed Ali haben willst, die Weisheit von Paulo Coelho oder den Humor von Lesley Nielsen – richte Dich an den Vorbildern aus, die Du selbst gewählt hast, weil sie dort sind, wo Du hinmöchtest. Meide all die falschen Verlockungen, die Dir Dein Umfeld einimpfen will. Außerdem darfst Du auch bei Deinem selbst gewählten Vorbild Abstriche machen und manche Aspekte einfach verwerfen, die Du nicht so toll findest.

Nummer 2 bist Du selbst. Vergleiche Dich immer nur mit Dir selbst und mit der Version von Dir, wie Du noch vor einem Jahr warst. Wie bist heute gewachsen? Wie kommst Du Deinen Zielen näher? Wie gelingen Dir gewisse Sachen immer besser? Sei liebevoll zu Dir und wertschätze, was Du erreicht hast. Und denk daran: nicht alles auf einmal, denn das führt zu Frust. Lieber Stück für Stück. Denke an die Magie der kleinen Schritte!

Wahre Deinen Kern und Du stärkst Dein Selbstbewusstsein langfristig

Rufe Dir die 6 Punkte oben aus der Liste regelmäßig in Erinnerung. Tauche tief ein, lass die Bilder, die da kommen, in Dir lebendig werden und speichere sie fest ab. Jedes einzelne davon gehört zu Dir und macht Dich aus. Bist Du Dir dessen bewusst, stärkt sich Dein Selbstbewusstsein auf Dauer ganz von selbst.

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