Wie im Innen so im Außen – ein Lebensgesetz

Alles, was Du in Deinem Leben erntest, wächst erst in Deinem Inneren – das ist die zentrale und sehr machtvolle Erkenntnis hinter diesem Lebensgesetz. Häufig denken wir, wir brauchen irgendwas im Außen, um glücklicher oder erfüllter zu leben. Doch hier jagt ständig ein Wunsch den anderen. Richtig nachhaltig wird die Kiste erst, wenn Du nach innen schaust!

Diesen Beitrag gibt's übrigens auch als Podcast – Folge 17.

„Vom wunschlos unglücklichen Manne“ – frei nach Bas Kast

Die folgende Story habe ich in Anlehnung an die Geschichte aus „Das Buch eines Sommers – Werde, der Du bist“* von Bas Kast geschrieben. Sie bringt den Kern des Themas „Wie im Innen so im Außen“ wunderbar auf den Punkt.

Ein Mann entdeckt bei dem Besuch eines Jahrmarkts ein kleines Zelt mit der Aufschrift „Zelt der Wünsche“. Er tritt ein und eine wundersame Gestalt fragt ihn neugierig, welchen Wunsch er denn mitgebracht habe. Der Mann denkt kurz nach und antwortet dann: „Ich will reich sein!“ – „Sehr gut“, sagt die Gestalt, „ich bin Händler und verlange im Gegenzug für Deinen Reichtum lediglich Dein Lächeln. Ist das in Ordnung für Dich?“ Der Mann denkt kurz nach und entscheidet, dass er wohl auch ohne sein Lächeln auskommen wird, wenn er sowieso unendlichen Reichtum hat. Also geht er den Handel ein.

Als der Mann nach Hause kommt, ist aus seinem Haus ein prächtiger Palast geworden und er verfügt über einen so unermesslichen Reichtum, dass er alles haben kann, was sein Herz begehrt. Er ist nun reich, doch auf sein Umfeld wirkt er sehr traurig und trotz des Reichtums nicht zufrieden. Nach einiger Zeit hat er sich an all den Prunk gewöhnt und eine neue Unzufriedenheit macht sich in ihm breit: Er fühlt sich einsam. So geht er im Jahr darauf erneut zur wundersamen Gestalt auf dem Jahrmarkt und wünscht sich eine Frau an seiner Seite, mit der er sein Glück teilen kann. „Du sollst Deine Frau haben“, erwidert die wundersame Gestalt, „wenn Du mir im Gegenzug das Glänzen Deiner Augen übergibst“. Der Mann zuckt nur mit den Schultern und geht den Handel ein. Als er heimkommt, wartet schon eine wunderschöne Frau auf ihn.

Doch im Laufe des Jahres bemerkt der Mann etwas Eigenartiges: Niemand blickt ihm mehr länger in die Augen. Auch seine Frau bricht immer wieder den Blickkontakt ab. Der Mann beschließt, das zu ändern und besucht die wundersame Gestalt ein Jahr später erneut. „Ich will so umwerfend schön sein, dass keiner mich mehr übersehen kann“, lautet sein Wunsch. Der Händler verlangt im Gegenzug die Fähigkeit des Mannes, zuhören zu können. Und erneut besiegelt der Mann den Deal. Doch die kommenden Wochen stimmen ihn trauriger als je zuvor. Obwohl er nun umwerfend gutaussehend daherkommt, fühlt er sich nicht erfüllter. Sein Reichtum langweilt ihn. Andere Menschen wenden sich schon nach kurzem Kontakt von ihm ab, weil seine Augen leer sind und er ihnen nicht zuhört. Der Mann weiß nicht mehr weiter. Er ist wunschlos und unglücklicher als je zuvor.

Wird wirklich alles besser, sobald wir kriegen, was wir uns wünschen?

Welche Wünsche bewegen Dich gerade? Möchtest Du ein neues Auto? Eine größere Wohnung? Oder vielleicht neue Kleidung? Mit vielen Wünschen geht das gute Gefühl einher, dass unser ganzes Leben besser sein wird, sobald sich der Wunsch erfüllt hat. Doch wie lange hat es bei Dir das letzte Mal gedauert, bis schon wieder der nächste Wunsch im Raum stand? Gefühlt brauchen wir immer nur noch diese eine Sache, damit wir endlich glücklich sein können. Doch die Wahrheit dahinter: Eine Veränderung im Außen hat keinen nachhaltigen Effekt auf unsere Innenwelt.

Stell Dir vor, Du hast eine undichte Stelle an Deiner Hauswand, durch die Feuchtigkeit eindringt. Da ist plötzlich Schimmel! Du kannst nun immer wieder hingehen und diese Stelle überstreichen oder mit Tapete bekleben. Für einen Augenblick wird alles wieder toll aussehen; Du fühlst Dich gut und genießt den Anblick. Doch es dauert nur wenige Tage, bis sich der Fleck wieder durchdrückt, weil das Problem dahinter nicht gelöst ist.

So verhält es sich auch mit Deiner Innen- und Außenwelt. Natürlich ist es immer leichter, eine Decke über ein Problem zu werfen. Doch Du bist längst raus aus diesem Alter, wo Du die Hände vor die Augen legst und denkst: Wenn ich Dich nicht sehen kann, dann kannst Du mich auch nicht sehen.

Stattdessen möchte ich Dir Mut machen hinzuschauen, was Deine Innenwelt bewegt. Dann kannst Du genau dort ansetzen, wo der Schuh drückt. Um es mit einer anderen Metapher zu sagen: Wenn Du andere Blüten oder Früchte möchtest, dann geh an die Wurzel.

Sender & Empfänger – was Du innen lebst, das sendest Du auch nach außen

In der Welt der Kommunikationstheorie gibt es diese schöne Erkenntnis: Wir können nicht nicht kommunizieren. Verstehst Du die Idee dahinter? Selbst wenn Du den Mund hältst und nichts tust, sendest Du auch damit ein Zeichen. Ob mit Deiner Körperhaltung oder Deinem Blickkontakt – etwas an Dir kommuniziert immer.

Stell Dir vor, Du wärst eine große Antenne, die ständig das Programm „Du“ sendet. Alles, was sich in Deinem Inneren abspielt, sendest Du auch nach außen. Wenn Du zum Beispiel Angst hast, dann werden die Menschen um Dich herum das mit ihren Antennen empfangen und wahrnehmen. Du wirst dann im Außen immer wieder nur Angst finden, die Deine innerliche nur noch bestätigt und verstärkt. Wenn Du sauer bist, wird Dein Umfeld auch das empfangen. Und wenn Du glücklich und erfüllt bist, werden sie auch das spüren.

Die Essenz: Was auch immer Du ausstrahlst, das werden andere empfangen, und die meisten werden sich auf Deine Frequenz einstellen und Dir auch genau das zurücksenden. Daher achte auf Dein Programm und auf die Frequenzen, die Du sendest, denn sie werden Deine Außenwelt gestalten.

Der Autoverkehr ist ein klasse Spiegel dafür, wie es gerade in Deiner Innenwelt aussieht. Fährst Du sofort aus der Haut, wenn jemand Dir die Vorfahrt nimmt oder sich rücksichtslos oder tollpatschig im Straßenverkehr verhält? Oder bleibst Du ruhig und gelassen und kannst sogar über die ein oder andere Sache schmunzeln?

Wie Du Dich selbst siehst, so wirst Du Dich auch fühlen. Und so wie Du Dich fühlst, behandelst Du auch andere.

Wenn Du aus diesem Beitrag eins mitnimmst, dann lass es diese beiden Sätze sein, denn in ihnen steckt eine krasse Weisheit. Besonders, wenn Menschen sich schlecht behandelt fühlen, haben sie Tendenz, dass auf gleiche Weise an andere weiterzugeben. Achte daher besonders darauf, wie Du in Deiner Innenwelt mit Dir umgehst und wie Du mit Dir selbst redest.

Deine Energie folgt Deiner Aufmerksamkeit – Du findest, was Du suchst

Vielleicht hast Du schon davon gehört, dass Deine Energie immer Deiner Aufmerksamkeit folgt. Das bedeutet ganz einfach, dass Du im Außen verstärkt das wahrnimmst, was im Augenblick zu Deiner Innenwelt passt. Du kennst diesen Effekt vom Autokauf, wo Du plötzlich nur noch dieses eine Modell überall siehst, in das Du Dich gerade verkuckt hast. Oder Du bist schwanger und siehst plötzlich überall um Dich herum nur noch Dinge, die mit Babyglück zu tun haben.

Dieser Effekt gilt genauso für Stimmungen und Gefühle. Stell das mal auf die Probe: Geh beim nächsten Mal mit einem großen Lächeln auf den Lippen aus dem Haus und Du wirst merken, wie Du verstärkt das Schöne und Gute in anderen wahrnimmst. Das ist keine Schönmalerei! Denn alles, was Du dann erlebst, ist immer schon da – ob Du hinschaust oder nicht.

Die Entscheidung liegt bei Dir, worauf Du Dich fokussieren willst. Denn das, worauf Du Deine Aufmerksamkeit richtest, das gewinnt an Energie und wird stärker. Unterschätze niemals Deine Energie! Fühlst Du Dich niedergeschlagen oder gehemmt? Dann lenke Deine Aufmerksamkeit auf einen Witz oder ein lustiges Video, das Dich zum Lachen bringt. Du wirst spüren, wie die negative Energie in Dir sofort entweicht, denn Dein Körper kann nicht traurig und fröhlich zugleich sein.

Impuls: Entspannung ist die stärkste Basis für Deine volle Entfaltung

Gute Gefühle und positive Stimmung sind sehr kraftvoll. Doch in meinen Augen gibt es noch eine sehr viel stärkere und produktivere Energie in Dir: die Entspannung. Denn schau: Wenn Du angespannt und gestresst bist, dann gehst Du häufig mit Scheuklappen durch die Welt. Du siehst weniger Möglichkeiten, bist gefangen in Deinem Tunnelblick und badest innerlich in Stresshormonen. Aus diesem Zustand heraus handelst Du häufig kurzsichtig und impulsiv.

Doch sobald Du Dich entspannst, weitet sich Dein Blick. Du nimmst mehr Möglichkeiten wahr und hast Zugang zu Deiner vollen Kraft und all Deinen inneren Ressourcen. Es mag paradox klingen, doch Entspannung ist eine sehr starke Energie, die mehr möglich macht als jeder andere Zustand. Wenn Du innerlich entspannt bist, kannst Du sehr viel selbstbestimmter auf Deine Außenwelt reagieren und Situationen so gestalten, wie sie gut für Dich sind.

Daher lautet mein Impuls für Dich: entspannen und Druck rausnehmen. Wo auch immer Du auf Widerstände in Deiner Außenwelt triffst, Du Dich blockiert oder frustriert fühlst – atme einfach 3 Mal richtig tief ein und gaaaaaanz langsam wieder aus. Klingt banal, ist total einfach und darum sowas von unterschätzt! Probier‘s aus und staune!

Fazit: Was Du im Außen suchst, wirst Du im Innen finden

Wenn beim nächsten Mal Deine Außenwelt nicht so ist, wie Du es Dir wünschst, dann frage Dich: Was kann ich in mir drin verändern, um in der Außenwelt einen Unterschied zu machen? Erinnere Dich daran, dass Du ständig sendest und dass andere Dein Programm empfangen. Fühlst Du Dich innerlich schlecht, dann richte Deine Aufmerksamkeit auf das Schöne und Gute in der Situation. Nimm 3 tiefe Atemzüge und nimm wahr, wie Du die Welt um Dich herum plötzlich in einem anderen Licht siehst.

 

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